IBA Wettbewerb - Mehrgenerationenhaus Salach
Aufgabe
Offener Realisierungswettbewerb Neubau Mehrgenerationenhaus mit Kindertageseinrichtung
Ausloberin
KE LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH in Auftrag der Gemeinde Salach in Kooperation mit Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH, IBA 2027
Team
Sascha Bauer, Matthias Illenberger, Saskia Mersch, Paula Weil, Daniel Pauli, Jannis Haueise
Kooperation
Urban Architecture, Marc Remshardt (Architektur); Sophia Hartwig-Schwenk (Landschaftsarchitektur)

Unser Beitrag versteht den als Mehrgenerationenhaus ausgeschriebenen Wettbewerb als Ort gesellschaftlicher und individueller Erfahrungen sowie Narrative im Rahmen eines sich stark verändernden städtebaulichen Gefüges. In Anlehnung an den Nolli-Plan denken wir Innenraum und Außenraum als gesellschaftliches Gemeingut. Umgesetzt wird dieses durch innere und äußere Begegnungs- und Bewegungsräume sowie vielfältig aneigenbare und interpretierbare Resträume und Nischen mit dem Charakter des umgebenden Stadtraumes.

    

Im gesamten Entwurf spiegelt sich das Motiv des Stützenraster als wiederkehrendes Element im Außenraum durch Flächenzonierungen und Baumhaine als auch im Innenraum in seiner gebauten Form wider und schafft dadurch eine stetig erfahrbare Verbindung von Innen und Außen.

    

Die städtebauliche Einbindung erfolgt anhand der unterschiedlichen Nutzungen und deren Anforderungen – Veranstaltung und Familienräume, Kita, Jugendhaus, Wohnen und Büro – als ineinander übergehende, über das Grundstück verteilte, Einzelgebäude sowie Platzstrukturen, die sich dezent in die umliegende Gebäudekörnung einfügen. So sind das öffentlichere Veranstaltungsgebäude und der vorgelagerte Bürgerplatz in Richtung des Bahnhofes und der Ortsmitte orientiert, während sich der Kindergarten und das Jugendhaus um einen geschützten Innen- und Werkhof mit direkter Anbindung zum Radweg und Wohngebiet orientieren. Das Parkareal gliedert sich im gleichen Sinn in einen öffentlicheren Bürgerpark, mit abwechselnden Spiel- und Pflanzflächen und einen in der Tradition des Krautländer-Areals stehenden Bürgergarten für Urban Gardening. Ergänzende Wohneinheiten sind jeweils den vorderen Baukörpern zugeordnet und bilden ein städtebauliches Gegenstück zur Umgebungsbebauung.

    

Die Aufteilung der unterschiedlichen Nutzungen und Wohnformen auf unterschiedliche Gebäude entzerrt die monofunktionalen Schwierigkeiten innerhalb einer zugeordneten Adresse und sorgt somit für eine diversere Raumnutzung der Alltagsschichten – innen, außen und dazwischen.

Sophienstrasse 24b, 70178 Stuttgart

info@studiocrossscale.com