Der Planung in Stadt und Architektur fallen unausweichlich kleinere Flächen und Kubaturen zum Opfer oder sind Verschnitt größerer Planungs- und Aneignungsstrategien – Resträume sind von Beginn an in allen Städten immanent.

Trotz vorbildhafter Stadt- und Quartiersentwicklung geben Resträume im wörtlichen Sinne – vor allem deren Aneignung durch spätere Nutzer*innen – auch Auskunft über die Befindlichkeiten einer Stadt und ihrer immateriellen Werte.

Diese unbestimmten Orte sind in der Stadt verstreut und weder definierte noch registrierte Orte, oftmals sind es sonderbare geometrische Gebilde. Und dennoch bilden diese Potenzial für Ungewöhnliches.

Der bei einer Baustellenbesichtigung im Rahmen der Preisverleihung zum Deutschen Verkehrsplanungspreis 2021 bei der SRL-Jahrestagung (Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V.) entdeckte und unbeplante Restraum auf der Zwischenebene einer neuen U-Bahn-Station in Karlsruhe, verleitet uns zur ungezwungenen Überlegung für weitere Nutzungen.

Der Beitrag soll neben der Diskussion auch zum Weiterdenken über Resträume und die anhaltende Verwertung unterschiedlichster Stadtschichten – im positiven und negativen Sinne – anregen.

 

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